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Woche von 13. bis 19. August

Am Montag war es so weit...Ich konnte das Fahrrad zum ersten mal für einen Schulweg benutzen und traf mich zeitig mit Marc um nicht zu spät zur Schule zu kommen, was gut gelang. Wir fuhren zwar ein wenig durch Schlamm und kleine Grasfelder (entsprechen sahen meine schwarzen Uniform-Schuhe aus) aber egal...es ist ja gesund sich in Bewegung zu bringen und letzten Endes macht es viel Spaß...
Nach den ersten zwei Stunden war es dann so weit...Ich musste auf die Bühne beim Assembley...Mit immer noch leicht verschlammten Schuhen und meiner Klassenlehrerin im Rücken folgte ich einem anderen Mädchen, dass auch aufgerufen wurde. Wir bekam einen Endeavour-Award und somit einen 5 NZ $ Gutschein für die Cafeteria. Nach einem kurzen Lauf über die Bühne konnte ich mich wieder setzen und wurde von allen Seiten von Freunden beglückwünscht, als ich die Halle verließ...
Der Rest der Woche lief ziemlich entspannt ab. Wir schrieben einen Test in Mathe, den ich nach dem ersten Anlauf bestanden habe (im Gegensatz zu anderen Leuten, die ihn noch einmal zum Überarbeiten zurück bekommen haben vom Lehrer, sodass auch jeder bestehen konnte)
In Chemie wurden Stoffe erhitzt, wobei ich gelernt habe, dass man auch auf erhitzen Metallen Naphthalen verdampfen lassen kann...und ansonsten...hmmm...bis auf eine Überproduktion von Eclaires am Donnerstag und Muffins+ Pikelets am Freitag lief nichts besonderes ab.
Naja, im Englisch-Unterricht designen wir Plakate und CD-Cover, in Mathe fangen wir ein neues Thema an (falls ihr euch noch an das erinnert, was uns Herr Dr. Quaas mal hat beibringen lassen – das Sigma ( ∑ ) Zeug – genutzt für Reihen und Folgen von Zahlen – kommt bei uns jetzt im Mathe-Unterricht dran. Zwar nur als Basis, aber es macht total Spaß. Wir beginnen hier jede Stunde eine neue Einheit und kommen ziemlich schnell mit dem Stoff voran. In Bio genauso. Noch vor zwei Wochen haben wir uns mit Menschen, Fischen und Seesternen, bzw. deren Atmungssystemen beschäftigt. Und in den letzten zwei Wochen haben wir Moose und Farnen mit ihrer Fortpflanzungen durch genommen. In Deutschland hätte das bestimmt nen Monat oder mehr gedauert, aber wir haben hier ja auch die doppelte Anzahl von Bio-Stunden, was ein Grund für das Tempo sein könnte. In Meeresbiologie kümmere ich mich immer noch um mein Projekt und habe Mittwoch wieder auf dem Boot neue Messungen vorgenommen (mehr als 240 Zahlen innerhalb von ca. einer <zeitlichen> Stunde).
Ich habe ein gutes Internet-Café gefunden, bei dem ich USB-Sticks einstecken darf, also werdet ihr hoffentlich bald wieder öfter von mir hören. Ich hing ja in der letzten Zeit sehr hinterher mit den News, was ich nun versuchen werde so gut es geht zu ändern.

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Woche vom 13. bis 19. August:

Es passierte nicht sonderlich viel diese Woche. Wir hatten zwar Mathe-Woche, doch nur wenige in meiner Schule interessierten sich für die Aufgaben (die sogar für die Oberstufe) sehr einfach waren. So gab es nun an jedem Tag zwei Aufgaben. Eine für die Junioren und eine für die Senioren. Es ging weniger um Mathematik als um Zahlen-Logik, oder wie auch immer man es nennen möchte (Beispiel: wenn man 'WHAT' und 'A' miteinander mal nimmt kommt dabei 'SHOW' raus. Setze für jeden Buchstaben eine Zahl von 0 bis 9 ein, wobei W keine 0 <null> ist).
Es war nicht viel los, wie jede Woche ging ich ins Fitness-Studio.
Das einzige Besondere während den Schultagen war ein Ausflug für einen ganzen Tag nach Wellington. Hier konnte ich Stadtführer spielen für diejenigen, die noch nie oder nur selten dort waren. Der Ausflug galt dem Zwecke, die Schüler in eine Studienrichtung zu bringen und das Hauptziel war eine Berufsmesse, bei der wir jedoch nur eine Stunde blieben und danach gut 5 Stunden für unsere eigenen Interessen hatten. Nach ein wenig shoppen und einem Treffen mit Bekannten vom Vorbereitungs-Kurs in Wellington ging der Tag ziemlich schnell rum und wir fuhren alle wieder zurück mit der Fähre in unser kleines Kaff auf der Nordinsel.

Samstag war ein sehr schöner Tag, nicht nur war das Wetter ganz angenehm, nein die Gasteltern von Marc haben mich sogar nach Nelson mitgenommen. Für mich war das (um es kurz zu erklären) wie ein Ausflug zurück in die Zivilisation. Kaum waren wir dort angekommen begaben sich Marc und ich auf die Suche nach ein par schönen Geschäften, doch ich wollte mein Geld ein wenig sparen, also war nach ca. 5 Klamotten-Läden und einem Starbucks eine riesige Kathedrale dran. Es war soooo unendlich schön ruhig da drin und da Marc nicht 'gläubig' ist (sofern ich es mich selbst nennen dürfte) war ich nun ganz alleine da drin, während er draußen auf die Getränke aufpasste.
Nach ein par Minuten dort drin gingen wir weiter zu einem Musikgeschäft und letzten Endes zu einem Markt. Dann drängte auch schon die Zeit und wir mussten weiter, da unser eigentliches Ziel nicht Nelson zum Shoppen war, sonder ein Rugby-Feld ziemlich weit abseits. Aber was soll's mir war's recht, nach dem bißchen Zivilisation musste ich nun den preis zahlen und auf einem ziemlich schlammigen Feld für gut 50 Minuten stehen und mir dabei das Gruppen-Kloppen meiner Schule und einer High-School anschauen. (Zur kurzen erklärung: Ich bin auf einem College und die anderen waren von einer High-School...man könnte es fast mit einem Spiel Gymnasium gegen Real- oder Hauptschule vergleichen, wenn ich die Gasteltern richtig verstanden hab.Scheinbar haben High-Schools keinen guten ruf, was die Schüler betrifft...und tatsächlich waren diese teilweise ein wenig aggressiv – auch wenn sie nicht auf dem Spielfeld standen und griffen einige unserer Spieler an...)
Hiernach ging es in ein kleines Café für ein gutes Mittagessen, dass mit guten Tischmanieren (anders als in meiner Familie) eingenommen wurde. Hiernach schlenderten wir noch ein wenig durch eine einkaufshalle und begaben uns letztendlich wieder auf den Weg nach Hause. Jedoch trafen wir auf diesem unseren Schulbus an, in dem das Rugby-Team saß...
Scheinbar ging es einem Spieler nicht gut...er hatte sehr starke Kopfschmerzen und ihm wart ein wenig übel. (konnte vom Bier gekommen sein, dass sie-illegaler Weise-nach dem Spiel bekommen haben, aber wahrscheinlich eher am Schlag auf den Kopf von einem der Gegner oder -nach meiner 'Diagnose'- Wassermangel).
Egal, auf jeden Fall wurden wir aus dem Auto raus und in den Bus reingesetzt. Ich sag euch liebe Mitschüler: „Dieser Bus ist nicht wie einer unserer Reisebusse gewesen...das war ein Party-shuttle mit lauter Musik (die auch die Kopfschmerzen verursacht haben konnte), gut gelaunten andauernd durch die Gegend laufenden Schülern und (seltsamer Weise) einer Gummipuppe...
Ich werde aus dem Verhalten mancher Leute nicht schlau aber ziemlich spät kamen wir dann doch wieder in Picton an und ich konnte mich gemütlich Richtung Heim bewegen. Kaum war ich da hörte ich wieder die Kinderstimmen und...naja, es war ein hübscher Abend aber die Zivilisation muss dann wohl auch wieder bis zu meiner Süd-Insel-Tour warten...oder auch bis Wellington oder Berlin...
Sonntag machte ich schnell mein Zimmer und Badezimmer sauber, wusch meine Kleidung und bewegte mich gegen Mittag zu Marc. Hier wurden nun Filme und Musik-Dateien von PC zu PC geschoben. Nach einer kurzen Zeit hörte ich seine Gastmutter von unten rufen, ob wir denn hungrig währen und ein Mittagessen einnehmen wollten.
Ich dachte schon daran mir (wie es in meiner Familie üblich war) ein Butterbrot zu streichen und das dann als Mittagessen zu haben, wie es normaler Weise der Fall war, aber hier gab es: Pizza, diverse Käse Sorten, Tee mit Milch und (nicht essbare aber trotzdem sehr gute) Tischmanieren und vor allem eine nette Atmosphäre.
Nach einem kurzen Plausch ging's dann wieder an die Computer zurück, bis der Freund einer der Töchter Marcs Gasteltern erschien, um Marc mit seinem PC zu helfen. Hat zwar nicht ganz geklappt, aber immerhin gab's im Anschluss Kuchen, Kekse und Tee (die ich bei mir wahrscheinlich alle hätte selbst machen müssen, ehe sie auf den Tisch gekommen wären).
Dann bekam ich noch das Fahrrad der Gastmutter, dass ein GENIALES Mountainbike ist und konnte auf eine kurze Radtour mit Marc gehen. Sie meinte, dass ich das Fahrrad einfach für meinen ganzen Aufenthalt behalten dürfe, damit ich jeden Morgen zur Schule fahren kann, oder ins Fitness Studio, zum Internet Café oder einfach irgendwo in der Landschaft rum fahren kann.
Meine Gasteltern bekamen erstmal große Augen, als sie das Rad sahen und meinten in einem leicht unfreundlichen Ton, dass ich es im Flur abstellen könne, falls es nicht mit irgendwelchem Schlamm verschmutzt war. Da das Fahrrad absolut blitz-blank war konnte es sicher abgestellt werden und ich begab mich nach einem (selbst gemachten) Toast-Abendbrot zu Bett.

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Sonntag:
Ich stand irgendwann gegen 12.00 Uhr mittags auf und entschloss mich nichts zu frühstücken, da mein Bauch immer noch am verdauen war, wie es sich an fühlte. Ich war immer noch voll und musste mich irgendwo hin bewegen, also beschritt ich wieder ein mal den wunderschönen Wanderweg, dieses Mal nutze ich ihn jedoch als Jogging-Strecke. Es war schön die Strecke auch mal früher (zwischen 14.00 und 17.00) zu nutzen. Ich kam wieder nach Hause, aß ein kleines Abendbrot und legte mich früh schlafen.

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Samstag:
Ich stand ziemlich früh auf, und nahm erstmal eine laaaaaaange Dusche um wach zu werden. Nun, hierbei hatte sich herausgestellt, dass zuerst das schwarz und dann ein wenig violett aus meinen Haaren kam. Dennoch hatte mein Haar nun eine eigene Farbe entwickelt. Es war ein normales Braun mit stark rotem Schimmer drin. Zum Glück wirkte die Farbe nicht unnatürlich, also würde sie nicht zu sehr auffallen, falls mich jemand nicht so gut kennen würde.
Ich verbrachte den Vormittag am PC, traf mich kurz für einen Kaffee mit Marc und ging gegen 16.00 zu einer Überraschungs-Geburtstags-Party einer Tante der Kinder. Dort blieben wir bis spät am Abend und schlugen uns die Bäuche mit allerhand vom Grill voll.
Später arbeitete ich noch am PC und ging schlafen.
 
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Freitag
Nun hatten wir endlich den Tag erreicht: Man durfte ein beliebiges Kostüm anlegen. Ich wollte als „Finsternis“ oder einfach ausgedrückt als Emo (emotionaler Mensch) gehen. Wir dürften diese Gestalten doch aus unseren Straßen Berlins kennen, ne? Unglücklicher Weise (wie sich später herausstellen wird) war meine violette Haarfärbung noch von Tag zuvor drin, ich konnte sie nicht komplett auswaschen, musste jedoch mein Haar schwarz Färben. Ich packte noch schnell Eye-Liner irgendwo an meine Augen, zog mir die dunkelste Jeans, die ich finden konnte, einen schwarzen-Kapuzenpullover und meine Chucks an. Als die Kinder mich beim Frühstück gesehen haben, dachten sie wirklich sie würden einer dunklen Gestalt begegnen, oder dem Tod persönlich. Es war schon ziemlich gut geworden, finde ich...^^
In der Schule fand man zig Elfen, Engel, Feen, eine Elfen-Zauber-Patin und diverse andere Gestalten, die (nicht mal zusammen) so dunkel wirkten, wie ich...
Leider, habe ich in der ganzen Planung meinen Meeresbiologie-Test vergessen. Ich musste alles durch-improvisieren und...habe wieder ein mal als einer der wenigen bestanden!^^ Das waren nun vier Wochen und vier Tests hintereinander. In Chemie sprachen wir über diverse inter-atomare-Seltsamkeiten, die wahrscheinlich gar nicht existierten, aber ich hörte dem Lehrer gerne zu, wie er den Oberstufen-Schülern etwas erklärte. Meine Klasse war aufgrund der Sklaven-Versteigerung der Schüler zu klein geworden. In Hospitality durften wir eine Nähmaschine benutzen, welche...nunja, danach nicht mehr so gut aussah, aber ich konnte sie mit irgendeinem Wunder wieder zu laufen bringen. (Als die Nadel aufgehört hatte du stechen hatte ich fast nen Herzstillstand, da die Maschinen angeblich um die 1000 NZ$ wert sind. Hab es nur von paar Schülern gehört, aber naja, die werden es vielleicht auch wissen ^^
spät am Abend Todmüde ins Bett. (Todmüde, weil ich bis spät in die Nacht Musik auf meiner externen Festplatte sortiert habe)

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Donnerstag:
Nach der gestrigen Flaute habe ich nun das genialste Kostüm gefunden: Der Lehrer der Zukunft.
Er sollte eine Art von Schülern entwickeltes Model sein, dass noch verbessert werden könnte. Nunja, dass war meine Grund-Idee. Hierzu wollte ich die Lila Haarfärbung vom Dienstag benutzen, die leider eher einen leicht violetten Schimmer in meinem Haar hinterließ als es futuristisch violett zu färben. Als ich mir dann nach fast einer Stunde das Gesamt-Bild ansehen konnte...nunja, ich konnte schnell eine Notlösung finden und stellte von nun an einen spießigen Lehrer dar.
Kaum war ich bei der Schule angekommen kamen mir schon die ersten Schüler in schicken Anzügen entgegen und Jungs in Röcken/bzw. Mädchen in Jungen-Uniform-Hosen. Es war also wirklich Vica-Versa-Day, der Tag, an dem alles anders ist, als sonst, oder nennen wir es Gegenteil-Tag. Schüler verkleiden sich als Lehrer, Lehrer als Schüler, Jungs als Mädchen, Mädchen als Jungs, Oberstufe Schüler als Unterstufe-Schüler und so weiter...
Nach dem Unterricht ging ich in die Stadt, um ein par Sachen für die Verkleidung am nächsten Tag zu holen.
Es war nichts besonderes aber ganz lustig anzusehen. Ich ging wieder ziemlich früh zu Bett, um mich am nächsten Tag gut vorbereiten zu können.

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Mittwoch:
Ich war viel zu spät aufgestanden, und hatte nun zweifel, war heute der Wacky-Hair-Day, oder der Vica-Versa-Day? Ich entschied mich für kein Kostüm und ging zur Schule in ganz normaler Kleidung, ohne mich sonderlich um meine Haare zu kümmern. Nunja, als ich bei der Schule ankam dachte ich, dass ich gestern definitiv Geld zum Fenster raus geschmissen habe, da an dem Tag der Wacky-Hair-Day war. Meine Notkonstruktion aus Buntstiften und Bleistiften, die den Kopf als eigenen Schreibtisch darstellen sollte hielt nicht länger als die Doppelstunde in Bio und zerfiel danach bei jedem Schritt in meinen Haaren. Ich sah mich während der Lunch-Time ein wenig um und entdeckte geniale Frisuren, wie multi-farben-spiele, Plastik-Besteck-Im-Lockenhaar und regenbogen-bunter-Iro. Nach all dieser Farbenpracht beschloss ich mir ein gutes Kostüm für den nächsten Tag (der nun endlich der Vica-Versa-Day sein sollte) auszudenken. Ich ging früh zu Bett um nicht wieder zu verschlafen und um Zeit zu haben, um mich vorzubereiten.

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Dienstag
Wir schreiten heute Dienstag, den Kulturtag am QCC. Oder nennen wir es zu Deutsch: Den einzigen Tag der verrückten Woche, an dem kaum einer was gemacht hatte. Wir sollten Nationen oder bestimmte Völker repräsentieren. Ich bastelte mir aus einem New-York:Big-Apple-T-Shirt eine Notlösung und repräsentierte somit die USA...wenn auch sehr simpel. Außer ein oder zwei Personen in Hawai-basten-Röcken sah man an dem Tag nichts besonderes. Nach der Schule fuhrdie Familie wieder mit mir nach Blenheim, wo die Kinder ihren Schwimmunterricht hatten und ich ins Fitness-Center gehen konnte. Danach gingen wir einkaufen, wo ich mir eine Haarfärbung gekauft habe, die ich am Donnerstag benutzen wollte, da ich mir ziemlich sicher war, dass an diesem Tag der „Wacky-Hair-Day“ sein würde. Ich ging definitiv zu spät zu Bett und verschlief am...

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Montag
Es ist PYJAMA Day... Naja, also mir war's definitiv zu kalt für meinen Simpsons oder Garfield pyjama, also bin ich (wie jeden Montag) in Schuluniform aufgetreten und begann den Tag ziemlich entspannt. Kaum kam ich bei der Schule an, begegnetten mir schon die ersten Bademäntel und zipfelmützen. Es war ein sehr komischer Anblick die halbe Schule in Uniform und die Andere Hälfte in Schlafanzügen zu sehen. In Chemie (wo mit Säuren hantiert wurde) und Hospitality (wo strenge Hygiene-Vorschriften gelte) war der Schlafanzug bestimmt keine soooo gute Idee, aber für einen Tag konnten die Lehrer wohl drüber hinwegsehen. Der Tagklang nett aus und es passierte nichts besonderes mehr...

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Den Rest der Woche war nichts los und am Wochenende passierte auch nicht viel, bis auf eine kleine Tour nach Blenheim, bei der wir uns den "Simpsons-Movie" angesehen haben und ein wenig shoppen waren (bezieht sich nur auf Marc und mich) die Kinder waren beim Fussball.
Sonntag hatte ich wieder eine kleine Wanderung und habe mein Zimmer + Badezimmer aufgereaumt. 

Spezialbericht - Montag:
eIch war heute morgen ziemlich früh wach, konnte mich also viel Zeit lassen beim Vorbereiten für den Tag. Die Kinder schienen sich noch mehr Zeit lassen zu können und die Mutter hatte sich letzte Woche scheinbar nicht gut genug mit ihrer Nachbarin abgesprochen, woraufhin wir alle ca. 10 Minuten zu spät zur Schule kamen. Mich hatte das in etwa genauso sehr gestört, wie unseren Mathelehrer. Die Klasse war laut wie in jeder Stunde und er hatte nichts unter Kontrolle. In der zweiten Stunde hatte ich Hospitality und durfte, während die anderen Theorie machen mussten, so eine Art 'Spatzen', Kaiserschmarn, (oder wie auch immer man es nennen möchte) machen. Es folgte ein langweiliges Assembley und eine kurze Pause. Und jetzt kam die Stunde, die diesen Spezialbericht verursacht hat: Biologie! Ich habe nämlich letzte Woche, als ich nichts zu tun hatte am Nachmittag ein paar Seiten des Bio-Unterrichts für eine Freundin aus der Klasse abgeschrieben, die ziemlich beschäftigt war mit der Vorbereitung einer Modeschau und somit nicht zum Unterricht kommen konnte. Die Klasse empfand das als so ehrenwert, dass die Lehrerin für mich zwei kleine, blaue Zettel ausfüllte, auf denen Stand, dass ich meine Klassenkameraden sehr gut unterstütze und ausgezeichnet im Unterricht mitarbeite. Damit sollte ich zum Sekretariat gehen und sie wurden in eine Box eingeworfen. Ich habe mich danach ein wenig über diese Zettelchen schlau gemacht: Zwei davon werden bei jedem Assembley gezogen (zufällig) und diejenigen, die gezogen werden, erhalten jeweils einen 5$ Gutschein für die Cafeteria. Zusätzlich werden den „Häusern“ der jeweiligen Schüler jeweils ein Punkt zugeteilt. Man, da fühlt man sich ja geradezu wie in Hogwarts! ^^ Danach hatte ich Meeresbiologie und sah den Jungen, der mit mir zu spät kam zum Unterricht wieder. Sein Lehrer/Seine Lehrerin hat das wohl nicht so locker gesehen und ihn zu einer „Sonderarbeit“ verdonnert. Also musste er die ganze Zeit extra-Aufgaben lösen und wurde dabei von meinem Meeresbiologie-Lehrer stark beobachtet. Es folgte eine kleine Lunchtime, bei der ich mir die Back-Objekte abholen durfte, die ich in der zweiten Stunde produziert habe. Naja, ziemlich trocken, aber ein netter kleiner Snack. Mit Marmelade wären die bestimmt lecker gewesen '-.- .
Nun kam noch eine Stunde Chemie, bei der wir Redox-Gleichungen lösen mussten und danach eine chaotische Englisch-Stunde, bei der schätzungsweise 30% der Klasse mitmachten (Hm...das kenne ich doch irgendwie aus unserem Deutschunterricht...). Nun war es endlich 15.10 und die Schule war zu Ende. Ich wurde von der Nachbarin, die uns heute morgen eigentlich hätte bringen sollen abgeholt und verbrachte meinen Nachmittag am PC, indem ich meine neue Musik (die mir ein Freund aus Chemie heute gegeben hatte) sortierte und diese Berichte schrieb. Jetzt endet dieses Salbader auch endlich, denn ich muss zu meinem Abendbrot aufbrechen...

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Woche vom 23. bis zum 29. Juli:
Die Woche begann damit, dass ich zum ersten mal eine Schuluniform anziehen durfte. So unbequem finde ich die gar nicht. Es passierte nichts besonderes am Montag, bis auf dass ich meinen Meeresbiologie Test zurückbekommen und bestanden habe (als einer der 5 von 14 Schüler(inne)n, die bestanden haben^^). Am Dienstag fuhr ich direkt nach der Schule mit der Familie nach Blenheim, wo die Kinder Schwimmunterricht hatten und ich das Fitness-Center besuchen konnte. Danach waren wir noch im Supermarkt und ziemlich spät wieder zu Hause.
Seit Mittwoch lief ich nach der Schule immer zu Fuß nach Hause, weil die Kinder irgendwelche Nachmittags-Aktivitäten nach der Schule hatten und ich da nicht unbedingt hin wollte. Auf dem Weg nach Hause habe ich mich immer ein wenig „Downtown“ umgeschaut.
Samstag habe ich ausschlafen können, war dann mit der Familie zu einem Rugby-Spiel an meiner Schule gefahren und habe mir einen schönen Nachmittag in der Natur gemacht. Bin wieder bis zu einem Staudamm in Wald gelaufen und ziemlich spät zurückgekommen. Den Abend habe ich dann noch mit der Gastfamilie im Wohnzimmer und meiner (richtigen) Familie am Telefon verbracht. Todmüde quetschte ich mir noch rasch den Finger in der Badezimmertür ein und habe (zum Glück!) nicht das ganze Haus dabei zusammen geschrien.
Am Sonntag schlief ich noch länger, räumte schnell mein Zimmer auf, und wurde von Marc gefragt, ob ich ihm nicht mal helfen könnte mit seinem Computer. Scheinbar hat er das selbe Problem, wie ich es im Februar hatte. Seine Festplatte muss wohl überhitzt und dann irgendwie beschädigt worden sein. Nach dieser Kurz-Analyse gingen wir in die Stadt auf einen Kaffee und erkundigten uns über die Busse, die nach Blenheim fahren, und diverse Besichtigungs-Touren. Ziemlich schnell war ich wieder zu Hause, wo ich den Nachmittag mit den Kindern und am PC verbracht habe. Bin ziemlich früh ins Bett gegangen, wo ich noch ein wenig in meinem Buch gelesen habe.

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Woche vom 16. bis zum 22. Juli:
Nunja, seit Mittwoch ereignete sich nicht viel. Ich ging zur Schule und genoss die Nachmittage. Da kann man wirklich nicht viel zu sagen. Am Samstag fuhr ich mit der Familie nach Blenheim, dort wurde meine Schuluniform komplettiert und ich konnte mir noch eine englische Gesamt-Ausgabe des Herrn der Ringe holen. Danach ging es dann sofort zum Fußball-Spiel der kleinen. Naja, ziemlich geknickt sahen sie danach aus (ich glaube, dass ich verständlich bei einer 10:0 Niederlage). Den Nachmittag verbrachte ich zu Hause und tippte ein wenig auf dem Computer rum.
Am Sonntag wollte ich ursprünglich wieder nach Blenheim fahren, da dort „Harry Potter und der Orden des Phönix“ gezeigt wurde. Hinbringen wollte mich eine Freundin aus der Schule, die auch zu dieser Vorstellung gehen wollte. Sie war sich nur nicht sicher, ob der Platz noch wirklich frei sei. War er dann leider doch nicht und so musste ich in Picton bleiben. Im Nachhinein war das ganz gut so. Denn kurz bevor ich zu einer Wanderung aufbrechen wollte rief mich noch Marc an und zusammen machten wir dann eine schöne Wanderung über einen Berg bis zu einem kleinen Wasserfall, wo ich dann noch ein wenig länger blieb und er dann zurück-joggen wollte. Ich habe ein wenig die Zeit vergessen und musste dann durch den dunklen Wald zurück laufen (genau genommen zurück-tasten, in der Finsternis konnte man nichts mehr erkennen, als ein paar Umrisse – gut, dass ich (wie so oft) einen Wanderstock dabei hatte). Die Familie war, als ich zurück kam, schon versammelt und wartete (oh wunder) auf mich. Es gab ein kleines Abendbrot und danach bewegte ich ich auch bald zu Bett.

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10th day:

Wir schrieben eine Auto-Controlle in Aquaculture, machten weiter mit Equilibrien in Chemie, hörten uns reden über Barbies und ihre Auswirkung auf kleine Kinder, die Legalisierung von Partydrogen, da sie harmloser seien, als richtige Drogen und ein Haustier, welchem der Schwanz abgeschnitten werden sollte. Naja, sowas müssen wir zum Glück im Deutsch-unterricht nicht machen. Danke, liebe Monti! Davon gab's gleich 2 Stunden. Es folgte eine Stunde Mathe, da jedoch nicht die ganze Klasse anwesend war spielten wir ein nettes kleines Kartenspiel bekannt als “Arschloch” in Deutschland. Nun kam noch eine Stunde Hospitality. Die Lehrerin hatte keinen Plan, was sie Marc und mir für eine Aufgabe geben sollte, also zog uns irgend so ein Typ zu sich und meinte, dass wir eine Art Pudding mit ihm machen sollten. Als die Dinger fast fertig waren sah seiner optisch besser aus, roch jedoch auch um einiges verbrannter, als der meine. Fakt war: Beide schmeckten wiederlich und beide Töpfe waren danch ziemlich verbrannt...So durften wir schön die Töpfe schrubben, während der 13te Jahrgang Kaffee oder andere heiße Getränke lernte zuzubereiten. Nachdem alle blitzeblank geputzt war sprintete ich hinaus zum Auto meiner Gastmutter und wir fuhren nach Blinheim zum Schwimmunterricht der Kinder. Ich kam gratis ins Schwimmbad, also genoss ich das ziemlich chlorhaltige Wasser und schwamm ein wenig.

Wir kamen zurück nach Hause, aßen Abendbrot und ich begab mich in mein Zimmer um ein wenig Meeresbiologie zu lernen.

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9th day:

Ziemlich rechtzeitig stand ich auch, machte mich fertig, ging nach oben, half den kleinen beim Lunch-Boxen vorbereiten und frühstückte. Mit dem Auto wurden nun zuerst die kleinen weggebracht zur Schule und dann ich. Hier traf ich auch wieder auf Marc und musste nuneinige Papiere ausfüllen. Sogleich wurden wir beide zum Direktor gebeten. Hier verbrachten wir ne gute halbe Stunde mit der Wahl unserer Fächer (wir brauchen nur 6 Fächer für ein Jahr! Ich habe jetzt English, Mathe, Biologie, Chemie, Aquaculture=Meeresbiologie und Hospitality=Kochen?)

Bis auf Bio und Chemie haben wir beide die gleichen Kurse belegt, da der Rest ziemlich seltsames Zeug war wie Re Teo Maori=Grunkurs der Eingeborenen Sprache für die Kiddies, Physik und so ein Zeug...*schauder* Naja, ich hätte noch gerne Design-Technologie oder Kunst genommen, aber ich glaube da lernt man nicht so viel Sprache...und auch Hospitality war eher eine Muss.Wahl...

Schon bald wurden wir in einen Kurs gebracht und ein Schüler wurde ausgesucht, der uns durch die Schule hühren sollte... Passend zur Assembley kamen wir alle in der Assembley-Hall zusammen. Nun hielt der Direktor eine kleine Rede und stellte Marc und mich in dieser gleich mal vor. Ich bin's ja schon gewohnt gewesen 1200 Augen auf mich gerichtet zu haben bei der Schulsprecher-Rede, aber ca. 400 fremde Augen sind wirklich um einiges Unheimlicher. Zum Glück laberte er gleich weiter, sodass unter den Schüler wieder in leises Geschwätz ausbrach. Bals bekamen wir unsere Stundenpläne...Leute! Das ist ein Traum...täglich 6 Stunden – Doppelstunden, also nicht immer das gleiche, aber immer im doppelpack- und dann noch 4 mal Chemie!!!

Ok...also die erste Stunde war Bio...wir hatten als Thema irgendwelche Tiere, biotische Faktoren, Abiotische Faktoren, und alles andere in nem ziemlich schnellen durchlauf. Ich kam irgendwie mit, musste mich jedoch daran gewöhnen in die Klasse zu rufen, anstatt mich zu melden.
Es folgte Aquaculture: ein netter Lehrer, der scheinbar nichts gegen deutsche Austauschschüler hatte. Er erzählte uns gleich, dass wir am Freitag einen Test schreiben würden und wollte uns nun darauf vorbereiten indem er alle Schüler aufforderte ihr gesammtes Wissen über Paua-Muscheln hervor zu bringen. Ziemlich holprig, aber irgendwie ging es voran. Er versprach Marc und mir morgen noch mehr Sachen mitzubringen und motivierte uns, indem er sagte, dass die letzte Schülerin aus Deutschland bessere Ergebnisse hatte, als die gesammte Klasse. Nun kam noch eine Stunde Chemie: Nun gut, ein etwas älterer Lehrer betrat den Raum und teilte die Schüler gleich in zwei Gruppen. Der Chemie-Kurs war scheinbar so leer, dass er den 12ten und 13ten Jahrgang zugleich unterrichten konnte. Er startete eine wiederholung und kümmerte sich nicht weiter um mich. Er zog seinen unterricht über equilibrien und die Berechnung von pH-Werten über die molare Masse einfach durch. Am ende der Stunde war ich zwar kaum ein Wort schlauer, bat ihn jedoch mir ein wenig extra Material zum Aufarbeiten zu geben. Nun ging's zu einer Stunde englisch, bei der alle etwas zu tun hatten, bis auf Marc und mich. Die Schüler mussten ihre Reden vorbereiten. Zwischendrin kam mein Chemielehrer und brachte mir das Zeug zum nacharbeiten. Nun war die Schule vorbei und es passierte nichts weiter interessantes.

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8th day

Also nachdem ich am Tag zuvor schon gehört habe, dass jeder am Sonntag tut, was er möchte blieb ich im Bett. Ab ca. 10 Uhr bekam ich ein schlehctes Gewissen und hörte schon oben die Kinder umhertrampeln. Schnell schnappte ich mir die bereits herausgelegten Geschenke und wollte hoch gehen. Aber nix da! Die Tür, durch die ich gestern noch gekommen war schien abgeschlossen zu sein. “Naja, vielleicht sind die ja einkaufen und wollen mich nicht oben haben...”, dachte ich mir und begab mich wieder in mein Zimmer, wo ich meine Sachen begann in die zwei kleinen Kommoden einzuräumen. Mit großem Gequetsche wurde ich irgendwann auch damit fertig und wollte wieder mal nach der Tür sehen. Es waren bereits 2 Stunden vergangen. Aber nichts da...die Tür schien immer noch verriegelt zu sein. Mit einem leichten Hunger gefühl, welches mit dem Gefühl von kidnapping vermischt war begab ich mich wieder in mein Zimmer und packte mich ins gut geheizte Bett, nahm meinen PC auch gleich mit, überarbeitet ein par Sachen und sah mir High School Musical an. Als es dann fast 14 Uhr war wollte ich es noch ein letztes mal versuchen. Aus Frust ließ ich nun schon die Geschenke im Zimmer zurück. Wieder ein mal rüttelte ich so lange an der Tür, bis die Scheiben in ihr anfingen ein wenig zu wackeln. Zu Vandalismus neige ich ja nicht und deshalb ließ ich dann auch die arme Tür in Ruhe. Auf dem Weg zurück zu meinem Zimmer kam ich an einer Tür vorbei, von der ich dachte, dass es die Garagen-Tür sein müsste, da ich durch diese gestern meine Koffer hereinbrachte. Ich ging wieder in mein Zimmer, nahm aus Höflichkeit die Geschenke mit und ging durch die (richtig gedacht Alex!) Garagentür, am Auto vorbei und direkt durch die Tür, die mich in den Flur brachte. Wow...endlich raus aus dem kalten Zimmer. Ich legte ein freundliches (wenn auch nur gespieltes, aber dafür gutes) Lächeln auf, wünschte der Familie einen guten Morgen und übergab ziemlich schnell die Geschenke.Der Vater schien nicht ganz so viel interesse an Berlin zu zeigen, wie der aus der letzten Familie. Er blätterte das Heftchen durch, überflog die Bilder, sagte rasch nochmal “thanks, Mate”! Und ging zu den Kindern, um denen 2 kleine Päckchen Haribo abzuknüpfen. Die Kiddies nahmen jeweils 3 Tütchen. Anschließend kam die Mutter, nahm das süße Zeug an sich und packte es hoch in den Küchenschrank. Sie schien ziemlich froh über die kleine Bernstein-Brosche zu sein. Anscheinend sind Pralinen in Neuseeland etwas so besonderes, dass sie richtig große Augen bekam und sie extra verstaute. (Vielleicht mag sie die Dinger auch nicht xP) Viel passierte im Anschluss nicht mehr. Ich wurde von den kleinen gefragt, ob ich mit ihnen spielen möchte, also folgten einige Runden Uno und Playstation. Ich war schon gegen 18.00 ein wenig müde und sagte dass auch. Nach einem kleinen Abendessen ging ich in mein Zimmer, sah mir flott noch Final Destination III an und schlief irgendwan ein.




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